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Was hilft gegen Perioden-Schmerzen – von Lisa-Marie

Manche Mädels haben Glück und andere eher weniger. Ich selber gehöre zu den weniger Glücklichen. Schon seitdem ich meine Periode habe, leide ich unter straken Schmerzen und des Öfteren waren diese in der Vergangenheit so groß, dass ich damals nicht zur Schule gehen konnte. Nun mache ich aber eine Ausbildung und da kann man nicht einfach mal anrufen und sagen: „Sorry Leute, ich komme heute nicht, meine Periodenschmerzen sind zu stark.“ Auch wenn ich mir das manchmal wünschen würde, aber man wird erwachsen und das Leben wird nicht einfacher. Nachdem ich viele verschiedene Dinge probiert habe, um mir diese Zeit zu erleichtern, möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und vielleicht hilft es der ein oder anderen ja auch.

Bevor ich aber damit beginne, möchte ich mich kurz vorstellen. Damit Ihr überhaupt wisst, wer den diesen Beitrag hier verfasst hat. Mein Name ist Lisa-Marie und ich betreibe meinen eigenen Blog namens Chaosmariechen seit Juni 2017.  Noch ein paar kurze Fakten und dann geh es direkt mit dem Beitrag los. Ich bin ein totales Dorfmädchen und reite seitdem ich vier Jahre alt bin und habe zwei chaotische Border Collies. Außerdem liebe ich Serien, Filme und Bücher, worum es auch die meiste Zeit auf meinem Blog geht.

Nun legen wir aber mit dem eigentlichen Beitrag los. Durch meine sehr hochdosierte Pille habe ich kein Gewicht mehr verlor und nur noch welches draufbekommen, obwohl ich früher einmal sehr sportlich war und viel gemacht habe. Ihr könnt euch vorstellen, dass dadurch die Erfolge beim Sport immer weniger wurden, bis ich das Interesse daran verlor. Dann habe ich für mich selber gemerkt, dass etwas passieren muss. Natürlich hatte ich keine Schmerzen mehr während meiner Periode, weil die Pille so hochdosiert war, aber so ging es leider nicht weiter. Egal wie viel Sport ich machte oder wie sehr ich auf meine Ernährung auch achtete, es funktionierte nichts und es kam nur noch mehr Gewicht rauf. Deshalb habe ich die Pille wieder abgesetzt. Diese Entscheidung hatte aber große Nachteile. Jahrelang hatte ich durch diese Pille kaum bis gar keine Schmerzen und nun liege ich manchmal Nächte lang wach und krümme mich vor Schmerzen, dass sogar mein Freund verzweifelt und nicht mehr weiß, wie er mir helfen soll. Ein paar kleine Helfer gibt es aber meine Lieben, die diese Zeit einigermaßen erträglich machen. Diese sind keine Wunder, jedenfalls bei mir nicht, aber sie machen die Zeit etwas erträglicher und ich hoffe, sie werden euch auch helfen.

Als erstes hätte ich da die Dolormin für Frauen
Diese helfen mir sehr gut, aber ich möchte sie natürlich nicht alle acht Stunden nehmen. Meist nehme ich nur eine bevor ich auf Arbeit gehe, damit ich den Tag durchstehe oder wenn es in der Nacht gar nicht mehr auszuhalten ist. Es gibt noch andere Tabletten, die helfen sollen aber bei mir wirken die von Dolormin am besten, bei einer Freundin helfen sie gar nicht. Diese nimmt dann welche von Paracetamol. Diese lindern wiederum nicht im Geringsten meine Schmerzen. Wenn Ihr auf eine Tablette zurückgreifen wollt, müsst Ihr also die perfekte Sorte für euch finden und nicht gleich nach der ersten den Kopf hängen lassen.

Ingwer Tee
Er schmeckt zwar nicht, jedenfalls mir nicht, aber wirkt wahre Wunder. Während meiner Periode trinke ich ihn fast dauerhaft, was zum Nachteil hat, dass die Toilette mein bester Freund wird. Etwas, das ich an Tee hasse, aber er hilft. Besonders wenn ihr den Tee aus frischem Ingwer macht. Macht zwar noch mehr Arbeit aber das ist es mir immer wert. Für die Arbeit/Schule mache ich mir natürlich Teebeutel fertig, aber zuhause und am Wochenende nehme ich mir die Zeit, den Tee aus frischem Ingwer zu machen. Wenn ihr Ingwer auch nicht so appetitlich findet, gibt es auch paar Sorten Tee, bei dem der Ingwer noch mit anderem wie Orange oder Zitrone gemischt ist.

Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung
Wenn ich persönlich nur zuhause rumsitze und nichts tue, sind die Schmerzen noch stärker zu spüren, als wenn ich eine Beschäftigung habe. Jedoch gehe in dieser „schönen“ weiblichen Zeit nicht gerne unter Leute, weil ich auch Angst habe, dass ein Unglück passiert. Ich fühle mich in diese Zeit einfach sehr unwohl, aber Ablenkung kann sehr gut helfen. Ich persönlich gehe dann sehr gerne reiten, weil ich dann, egal wie stark die Schmerzen vorher waren, diese nicht mehr spüre. Ich bin in einer komplett anderen Welt und lasse mich zu 100% auf mein Pferd ein, was mich alles andere um mich herum vergessen lässt.
Ich gehe dann auch gerne mit meinen Hunden spazieren. Sogar so sehr, dass ich in dieser Zeit freiwillig die Morgen-Runden übernehme und mir einen Wecker stelle. Ich kann auch noch bei Serien gucken gut abschalten, sogar so gut, dass wenn ich dann voll in einer Serie bin und mich jemand anspricht, ich das nicht einmal merke. Etwas, das mein Freund an mir hasst aber mein Vater ist genauso. Vielleicht Hilft euch die Ablenkung durch Basteln, einem Computerspiel spielen oder einem guten Buch lesen? Sucht euch also am besten etwas, was euch richtig ablenkt und in eine andere Welt abtauchen lässt.

Wärme
Diesen Tipp dürfte fast jeder schon kennen. Wärme ist in dieser Zeit immer gut. Schließlich krampft sich alles zusammen und deshalb sieht man mich dann fast überall mich einem Wärmekissen sitzen und in der Nacht läuft dann meine Heizdecke auf Hochtouren und auf den Bauch lege ich mir dann ein kleines Heizkissen. Bei diesen kann ich die Wärme einstellen und nach einer gewissen Zeit geht es von selbst aus, ihr könnt also nichts abfackeln.
Auch schön in dieser Zeit ist ein warmes Bad, okay, wann ist ein warmes Bad nicht schön? Dann ist es aber noch schöner, weil die Schmerzen gleichzeitig nachlassen, jedenfalls bei mir. Habt dabei keine Angst, ich dachte früher auch immer, dass sich die ganze Badewanne dann mit Blut füllt, das passiert nicht. Die Wärme verhindert das fast komplett.

Magnesium
Auch Magnesium kann ein guter Freund und Helfer sein. Wenn ihr damit eine möglichst starke Wirkung erzielen wollt, fangt am besten schon ein paar Tage vorher an, die Tabletten zunehmen. Damit stärkt ihr euch mehr oder weniger schon vorab. Das Magnesium solltet ihr während der ganzen Periodenzeit einnehmen. Wenn ihr keine Tabletten nehmen wollt, gibt es von Hohes C ein Magnesium Saft (nicht besonders lecker, wie ich finde), ebenfalls könnt ihr auch Brausetabletten nehmen, alternativ können auch Nüsse aushelfen, denn diese enthalten auch viel Magnesium.
Auch Globuli sollen gegen Regelschmerzen helfen, das habe ich jedoch persönlich noch nie ausprobiert habe. Vielleicht jemand von euch? Ich werde die kleinen Kügelchen auf jeden Fall mal ausprobieren.

Nicht nur Ablenken, auch ganz viel Lachen
Vielleicht werden mir das manche nicht glauben, aber auch Lachen hilft. Dabei werden nämlich Hormone ausgeschüttet, die Krampflösend wirken. Also, wie wäre es mit einem schönen Spieleabend mit Freunden? Ablenkung + Lachen = Krampflösend.

Wegatmen
Wenn euch mal ein richtiger Krampf überkommt, dann atmet ihn weg. Das hilft mir dann immer, in der Öffentlichkeit wird man dann zwar gerne mal blöd angeschaut aber das ist mir dann echt egal. Es hilft wirklich sehr gut, probiert es mal. Das hat mir mal eine Freundin erzählt, die den Tipp von ihrer Frauenärztin hatte.

Im Uhrzeigersinn den Bauch streicheln
Viele sagen, dass ihnen dann auch Massagen helfen, welche ich in dieser Zeit absolut schrecklich finde. Ich habe dann das Gefühl, sie bringen mir noch mehr Schmerzen. Mir hilft es jedoch immer, wenn im Uhrzeigersinn über meinen Bauch gestreichelt wird.

Das waren meine Tipps, die bei mir manchmal wahre Wunder bewirken. Vielleicht konnte ich der ein oder anderen sogar helfen, das würde mich natürlich freuen und wenn ihr noch andere Tipps habt, dann lasst es mich gerne wissen. Ich probiere immer wieder gern Neues aus.

 

 

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