Hallo ihr lieben,

hier kommt der zweite Teil meiner kleinen Story Sammlung um Sherlock und John.
Ich hoffe, dass er euch auch so gut gefällt wie der erste und bin schon sehr gespannt auf eure Meinungen 😉

Ganz liebe Grüße
Nancy

Teil 2

Sherlock und Amor

„Langweilig!“ rief Sherlock laut und pfefferte das Buch, das er soeben in Händen gehalten hatte, gegen die Wand. Dumm war nur, dass sich zwischen ihm und der Wand das Sofa befand, auf dem John Watson saß und in aller Ruhe seinen Tee trank. Oder, besser gesagt, versucht hatte zu trinken!
Denn als das Buch auf ihn zuflog, hechtete er mit einem Sprung zur Seite und brachte sich gerade noch so in Sicherheit.
„Herrgott Sherlock!“ ermahnte er ihn sauer und taumelte wieder aus seiner Deckung hervor. Der Consulting Detective sah ihn aus berechnenden Adleraugen an, als er mit einem plötzlichen Satz aufsprang und schnellen Schrittes die paar Meter zu John überbrückte.
Er kauerte sich vor John hin und war ihm so nahe, dass der Sherlocks heißen Atem auf seiner Haut spüren konnte. Mit geweiteten Augen saß John da wie eine Maus in der Falle und starrte Sherlock an.
Nach einiger Zeit sagte Sherlock: „Weißt du wie schwachsinnig Götter und Engel eigentlich sind?“
John schluckte und war von dieser Frage irritiert, zumal seine ganze Konzentration für seine Selbstbeherrschung draufging. Gott! Spürte Sherlock denn nicht, dass er ihm eindeutig zu nah war?!
„Hast du schon mal von Amor gehört? Er ist klein, dick, nackt und, als ob das nicht schon Frechheit genug wäre, schießt er auch noch mit Pfeilen auf Menschen. Um sie zusammen zu bringen. Er nimmt ihnen den freien Willen und zwingt sie regelrecht dazu, sich zu verlieben.“
Er musterte den Älteren, als ob er wissen wollte, ob dieser ihn auch wirklich verstanden hatte. Johns Blick wirkte seltsam abwesend, deshalb entschloss sich Sherlock, noch näher zu kommen. Er war mittlerweile halb über ihm, und bohrte dem Arzt seinen Finger in die Brust.
„Mitten ins Herz.“ Er kam ihm noch näher und konnte nun seinen beschleunigten Pulsschlag fühlen. „Verstehst du das John?“ hauchte er ihm entgegen und entlockte ihm damit ein leises Keuchen.
„Ähm…“ füllte John den Moment, konnte jedoch kaum einen klaren Gedanken fassen. Sherlock bemerkte Johns Verlegenheit und grinste anzüglich. „Willst du vielleicht, dass ich Amor spiele und dich mit meinem Pfeil durchbohre?“ Langsam wie ein Raubtier auf der Pirsch legte Sherlock eine Hand an sein Kinn und zog ihn in einen Kuss.
Johns Körper reagierte sofort auf diese Berührung und er entspannte sich merklich.

Das war etwas, was er verstand.